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  • LURADICK 1K
    flexible, polystyrolgefüllte, rißüberbrückende 1-komponentige Bitumendickbeschichtung zur sicheren Bauwerksabdichtung / mit Prüfzeugnis nach DIN 18195 / lösemittelfrei / gebrauchsfertig

    LURADICK 1K ist eine spachtelfähige, umweltschonende, mit Polystyrol gefüllte, rißüberbrückende 1-komponentige Bitumendickbeschichtung auf Bitumen-Kautschuk-Basis. Das Produkt ist beständig gegen die üblicherweise im Erdreich vorkommenden aggressiven Belastungen. LURADICK 1K ist bei gleichbleibender Verarbeitungskonsistenz leicht verarbeitbar und schon nach kurzer Zeit regenfest. Das Produkt ist schnell durchhärtend und flexibel.

    LURADICK 1K schützt erdberührte Bauteile gegen Bodenfeuchte (Kapillarwasser, Haftwasser), nichtstauendes Sickerwasser und aufstauendes Sickerwasser (DIN 18195,Teil 4-6). Für senkrechte und waagerechte Flächen geeignet. Die Abdichtung wird auf der Wasser zugekehrten Seite aufgetragen. Geeignet auch als Kleber für Dämm-, Schutz- und Dränplatten.

    Typische Anwendungsgebiete sind Keller von Wohn- und Geschäftsbauten, Tiefgaragen, Balkone, Terrassen, Naßräume, Stützwände. Nicht einsetzbar für Abdichtungen von Flachdächern und für Behälterabdichtungen.

    Kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen sind in die Teile 4, 5 und 6 der DIN 18195 aufgenommen (Prüfanforderung: Tabelle 9 der DIN 18195, Teil 2).
    TECHNISCHE DATEN
    Lagerung frostfrei: 6 Monate
    pH-Wert: 9,0 – 11,0
    Viskosität: ca. 300 dPa*s
    Dichte: ca. 0,65 kg/l
    Feststoffgehalt: DIN ISO 3251 bei 105 °C > 60 %
    Regenfestkeit*: nach ca. 4 Stunden
    Durchhärtung*: 2 – 4 Tage
    Rißüberbrückung: E DIN 28052-6 bei 4 °C ≥ 2 mm
    Wärmebeständigkeit: DIN 52123 ≥ 70 °C
    Kaltbiegeverhalten: DIN 52123 ≤ 0 °C
    Wasserundurchlässigkeit: DIN 52123, 1 mm Schlitzbreite dicht
    Verarbeitungstemperatur: + 5 °C bis + 30 °C
    Verarbeitungszeit*: > 1 Stunde
    Lieferform: siehe gültiges Lieferprogramm
  • Beanspruchung/Lastfall
    Schichtdicke in mm
    Verbrauch in l/m²
    naß
    trocken
    Kratzspachtelung
    -
    -
    1-2
    Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser (DIN 18195, Teil 4)
    4,1
    3
    4,1
    Nichtdrückendes Wasser auf Deckenflächen und in Naßräumen-Lastfall mäßige Beanspruchung (DIN 18195, Teil 5)
    4,1
    3
    4,1
    drückendes Wasser
    -
    -
    -
    aufstauendes Sickerwasser (DIN 18195, Teil 6)
    5,5
    4
    5,5
    Verklebung von Polystyrol-Schutzplatten
    -
    -
    ca. 1
    * je nach Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Schichtdicke und Untergrund

    Untergrundvorbehandlung
    (DIN 18195-3 Bauwerksabdichtungen und DIN 1053 Mauerwerksausführungen)

    Untergründe müssen frostfrei, fest, eben, tragfähig und frei von Nestern und klaffenden Rissen, Graten und frei von schädlichen Verunreinigungen, Staub, Schmutz, Mörtelresten und Sinterschichten sein. Alle saugfähigen, mineralischen Untergründe mit Voranstrich grundieren. Der Untergrund darf leicht feucht sein. Es darf während der Bauphase kein Wasser zwischen Untergrund und Abdichtung gelangen. Eventuell Dichtschlämme oder Sperrmörtel als Zwischenabdichtung verwenden. Ebenfalls Hohlkehlen und Ausrundungen in Ecken unter Verwendung einer Zungenkelle mit Sperrmörtel ausführen. Alte, fest haftende Bitumenabdichtungen können nach Reinigung überarbeitet werden. Offene Fugen von 2-5 mm sind als Kratzspachtelung mit
    LURADICK 1K oder vorab durch Dünnputz zu schließen, hierbei sind Blasenbildungen durch tiefe Poren oder Hohlstellen im Beton zu vermeiden. Vertiefungen oder offene Stoßfugen > 5 mm sind immer mit Mörtel (Sperrmörtel) zu schließen.

    Verarbeitung
    (siehe DIN 18195)

    1. Untergrund mit Voranstrich grundieren.
    2. Auftrag von
    LURADICK 1K erfolgt mit Glättkelle oder Traufel in mindestens zwei Arbeitsgängen in der jeweils erforderlichen Schichtdicke. Bei Betonuntergründen ist eine Kratzspachtelung erforderlich. Bei kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen kann die Kratzspachtelung aus dem Beschichtungsmaterial selbst bestehen. Die Kratzspachtelung stellt keinen Abdichtungsauftrag dar. Vor dem Auftrag der Abdichtungsschicht muß die Kratzspachtelung getrocknet sein.
  • 3. Bewegungsfugen und Bauwerkstrennfugen mit Fugenband schlaufenförmig überdecken und in die Flächenabdichtung einbinden.
    4. Vertikale Wandabdichtung über die Fundamentseitenflächen bis Sohlenunterkante (100 mm) und ca. 300 mm über Oberkante Gelände führen (Spritzwasserschutz). Bei Klinkermauerwerk soll die Abdichtung über die Klinkerauflage gezogen werden, um das Eindringen von Wasser während der Bauphase hinter die Abdichtungsschicht zu vermeiden. Bei aufstauendem Sickerwasser ist unbedingt ein zweilagiger Auftrag mit Gewebeeinbettung erforderlich. Bei Abdichtung Lastfall mäßige Beanspruchung (DIN 18195, Teil 5) sind an Kehlen und Kanten Gewebeverstärkungen einzubauen. Sie sollten auch auf horizontalen Flächen verwendet werden, um die Mindestschichtdicke sicherzustellen. Die Mindestschichtdicke darf an keiner Stelle unterschritten werden. Die erforderliche Naßschichtdicke ist in o.a. Tabelle angegeben. Naßschichtdicken (lt. Hersteller) dürfen um max. 100 % überschritten werden. Bei Ausführungen nach DIN 18195, Teil 5 und 6 sind grundsätzlich folgende Prüfungen durchzuführen:
    a) Die Schichtdickenkontrolle erfolgt über Messungen der Naßschichtdicken, 20 Messungen je Objekt bzw. mindestens 20 Messungen je 100 m².
    b) Die Durchtrocknungsprüfung erfolgt über Referenzproben. Bei einer Wand aus Kalksandstein wird 1 Kalksandstein beschichtet und in der Baugrube eingelagert. Durch mehrfaches Anschneiden der Beschichtung wird der Grad der Durchtrocknung erfaßt.
    # Die Ergebnisse der Schichtdickenkontrollen und Durchtrocknungsprüfungen werden in einem Ausführungsprotokoll, das weitere Objektdaten erfaßt, dokumentiert.
    5. Arbeitsgeräte sofort nach Gebrauch mit Wasser reinigen.

    Hinweise
    - Verarbeitungstemperatur von + 5 °C bis + 30 °C.
    - Nicht bei direkter Sonneneinstrahlung verarbeiten.
    - Durchdringungen der Abdichtung möglichst im Bereich von nicht aufstauendem Sickerwasser einplanen (DIN 18195, Teil 9 beachten).
    - Bei Durchführungen im Bereich von aufstauendem Sickerwasser müssen Los- und Festflanschverschraubungen verwendet werden.
    - Bodeneinläufe mit Tellerrand oder Einklemmfolien bei einer Einbindung mit einem Gewebestreifen verstärken.
    - Schutzschichten und Schutzmaßnahmen nach DIN 18195, Teil 10.
    - Fertige Abdichtung nicht über längere Zeiträume freiliegen lassen, ggf. mit Schutzschicht versehen.
    - Bei stauendem Sickerwasser Glasgittergewebe vollflächig einbetten.

    Neben diesen Angaben sind auch die entsprechenden Regelwerke und Vorschriften verschiedener Organisationen und Fachverbände sowie die jeweiligen DIN-Normen für die herzustellende Leistung zu beachten.
    Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der in diesem Prospekt erteilten Auskünfte, Ratschläge und Hinweise haften wir ausschließlich im Rahmen unserer
    „Allgemeinen Geschäfts- und Lieferbedingungen“. Stand: 17.01.2005

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